09 | Klarheit unter Druck
Shownotes
Etwas geht schief, der Raum wird schnell und laut, alle wollen sofort von dir wissen, was zu tun ist. Diese Folge handelt von Klarheit unter Druck: davon, dass niemand mehr Tempo braucht, sondern eine klare Linie.
In dieser Folge • Warum ein System in der Krise Ruhe braucht, nicht mehr Tempo • Der Stress-Tunnel: warum du das Wichtige übersiehst und nur das Laute siehst • Warum ausgerechnet der priorisierende Teil des Gehirns unter Druck leidet • Die zwei Fragen: das eine Wichtige, und der nächste kleinste Schritt
Dein Impuls für diese Woche Wenn es das nächste Mal eng wird, sag den Satz laut in den Raum: Was ist jetzt das eine Wichtige? Er verlangsamt nicht nur dich, er verlangsamt alle.
Der Satz, der bleibt Unter Druck führt nicht, wer schneller wird. Sondern wer klarer bleibt.
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00:00:00: Unter Druck führt nicht wer schneller wird, sondern wer klarer bleibt.
00:00:26: Stell dir
00:00:35: vor, etwas ist schief gegangen.
00:00:38: Es ist meist nicht die ganz große Katastrophe aber genug dass alle sofort nervös werden.
00:00:44: Die Nachrichten prasseln rein das Telefon geht.
00:00:47: jeder hat natürlich eine Meinung dazu und jeder will sofort irgendwas tun.
00:00:52: Der Raum wird schnell und laut.
00:00:54: in dieser Schnelligkeit drehen sich alle Köpfe zu dir.
00:00:58: Und jetzt?
00:00:59: Sagen die Blicke Sag uns was wir tun sollen Sofort!
00:01:04: Und du merkst, wie es dich mitreißen will.
00:01:07: Der sogt nach schnellem, nach vielem, sofort nach irgendetwas damit dieses unerträgliche Gefühl von Kontrollverlust aufhört.
00:01:18: Dein eigenes System will handeln Egal was und genau hier Genau in dieser einen Sekunde entscheidet es sich ob es besser wird oder schlimmer.
00:01:37: Hallo, schön, dass ihr da seid.
00:01:38: In dieser Folge geht es darum, warum ein System in der Krise gerade Ruhe braucht – nicht mehr Tempo!
00:01:47: Wir schauen uns auch an was ist ein Stresstunnel und warum man dabei das wichtigste oft übersieht und nur das lauteste wahrnimmt?
00:01:57: Warum ausgerechnet der priorisierende Teil des Gehirnsunterdruck leidet?
00:02:03: Und natürlich gibt es zwei Fragen als Impuls Das eine ist die wichtige.
00:02:09: Und das nächste, was es der nächste kleinste Schritt, der uns wieder weiterbringt?
00:02:15: Klarheit ist ein Willkommsthema!
00:02:18: Etwas, was uns wirklich in der Tiefe immer wieder weiter bringt und was eine alltägliche Aufgabe ist.
00:02:24: Klarheit brauchen wir so oft am Tag und ja...das ist etwas wie der Schlüssel den wir brauchen fürs Auto für die Tür und deshalb freue ich mich etwas euch zu geben und geben zu können, was euch im Alter hilft
00:02:40: Die Resonanz.
00:02:42: Das Spannende ist, unter Druck glauben wir fast alle dasselbe.
00:02:45: Wir müssten jetzt schneller werden Mehr tun mehr entscheiden mehr kommunizieren überall gleichzeitig sein.
00:02:53: und in Wahrheit In Wahrheit ist das oft das genaue Gegenteil von dem was ein System in der Krise braucht.
00:03:02: Es braucht nicht mehr Tempo es braucht eine klare Linie an der sich festhalten kann.
00:03:09: Tempo hat es selbst schon genug.
00:03:12: Wenn du unter Druck mit hinein beschleunigst, verstärkst du das Chaos statt es zu ordnen.
00:03:20: Deine Hektik wird – wie wir in dieser Staffel ja schon gelernt haben sofort ansteckend!
00:03:26: Ein hektischer Anführer macht aus einem nervösen Raum einen Panischen.
00:03:31: Wenn Du dagegen langsamer wirst als der Raum bewusst langsame Passiert gleichzeitig etwas merkwürdiges und Wunderbares.
00:03:42: Du wirst zum ruhigen Fixpunkt!
00:03:45: Und ein aufgeregtes System ordnet sich am ruhigsten Punkt, den es findet.
00:03:52: Klarheit unter Druck heißt dabei nicht, dass du sofort die richtige Lösung hast – das erwartet auch niemand ernsthaft, auch wenn die Blicke es zu fordern scheint.
00:04:04: Klarkeit unter Druck heisst Dass du sofort die eine wichtigste Frage hast und dass du sie ruhig genug stellst, das alle im Raum wieder anfangen zu denken statt nur zu reagieren.
00:04:21: Das ist vielleicht die reifste Form von Führung überhaupt!
00:04:26: In dem Moment in dem alle Tempo von dir wollen gibst Du ihnen Ruhe – nicht weil Du die Lage unterschätzt sondern weil du sie ernst genug nimmst, um sie nicht durch Aktionismus noch schlimmer zu machen.
00:04:43: Vor allen Dingen die Ruhe, weil in der Ruhe liegt ja die Kraft auch verschiedene Perspektiven mit einzubeziehen.
00:04:51: Wenn ein Problem da ist und gleich eine Lösung könnte es sein dass ich vier fünf verschiedene Lösungsmöglichkeiten unterschätze, weil ich die erst Beste nehme.
00:04:59: aber das mag gar nicht die passende Richtige die uns vielleicht durch eine Pause, durch einen Perspektivwechsel bewusst geworden wäre.
00:05:08: Und Mitarbeiter schätzen nicht ne schnellste Lösung sondern sie wollen die Beste und es ist auch gut fürs Unternehmen.
00:05:14: das heißt nicht dass wir nicht uns auch korrigieren können wieder wenn uns ein zwei Wochen später noch eine bessere Alternative einfällt.
00:05:21: aber für den Moment ist es gut innezuhalten nochmal verschiedene Perspektiven da sein zu lassen vielleicht auch nochmal eine Rückfrage zu stellen ins Team und dann zu einer Entscheidung zu kommen, die du als Führungskraft tragen kannst.
00:05:38: Und wofür du auch die Verantwortung nimmst?
00:05:41: Ich glaube dass mit dieser Ruhe auch eine Ruhe kommt die auch das Nervensystem braucht für einen Perspektivwechsel.
00:05:51: Weil, wie wir ja aus einer anderen Folge schon gehört haben, wenn wir nur emotional entscheiden also aus Angst und Wut heraus, dann haben bei unseren Frontal-Cortex unser Denken gar nicht wirklich benutzt und denken Aktivität wäre jetzt die Lösung für eine schnelle Lösung aber nicht unbedingt die Beste.
00:06:09: Aus der Angst heraus zu handeln wäre keine Komplexe Beraterin, aber sie mitzunehmen und zu erspüren.
00:06:16: Und wahrzunehmend auch sie zu beruhigen, Vertrauen an ihre Seite zu stellen.
00:06:22: Und ins Denken zu kommen, zu strukturieren Strategien zu finden.
00:06:27: Sie ein bisschen unterzuhaken so nenne ich das mal ist auf jeden Fall willkommen.
00:06:31: Wir können nicht sagen es darf nie Angst da sein oder Angst wäre was Schlechtes.
00:06:35: Sie ist auch manchmal hilfreich.
00:06:37: die Dosis macht das Gift.
00:06:38: Bei Panik habe ich eine andere Perspektive, aber da sollten wir uns gut regulieren um wieder eher manchmal in die Sorge zu kommen und vertrauen als wichtigstes Gefühl.
00:06:47: für mich Vertrauener was wäre auch immer wieder ausstrahlen in die Beruhigung zu kommen mit dazu zu nehmen.
00:06:56: Das Wissen
00:06:58: leiser.
00:07:00: Unter Stress verengt sich deine Wahrnehmung ganz automatisch.
00:07:05: das ist biologisch tief sinnvoll.
00:07:07: In echter akuter Gefahr willst du nicht das ganze schöne Panorama sehen.
00:07:12: Du willst den Ausgang sehen, den Angreifer, den Fluchtweg aber alles andere wird ausgeblendet.
00:07:20: dein Blick wird zum Tunnel Aber in einer Führungssituation die keine Raubtiergefahr ist sondern ein komplexes Problem ist dieser Tunnel eine Falle!
00:07:31: Du siehst dann nur noch das lauteste das nächste das dringlichste Das was am meisten schreit.
00:07:38: Und verlierst genau das Wichtigste aus dem Blick, dass oft still ist, dringend und wichtig sind nicht dasselbe.
00:07:48: Aber unter Stress verwechselt der Tunnel sie ständig!
00:07:53: Dazu kommt ein zweites – Der Teil deines Gehirns, der priorisiert, abwägt, das große Ganze im Blick behält, nämlich dein präfrontaler Cortex arbeitet unter hohem Stress Messbar schlechter.
00:08:08: Ausgerechnet die Fähigkeit, Die du in der Krise am dringendsten brauchst Ist die, die als erstes leidet Wenn der Stress zu groß wird.
00:08:20: Das ist keine Willenschwäche – das ist Physiologie.
00:08:25: Deshalb ist die wichtigste Führungsleistung im Druck nicht Tempo und nicht mal die Lösung.
00:08:32: Es ist sich selbst so weit zu regulieren dass der kluge, weite Teil überhaupt online bleibt.
00:08:41: Erst regulierst du dich, dann fokussierst Du den Raum und in dieser Reihenfolge – ja, in dieser Rheinfolge!
00:08:51: Da hat ein Tunnelblick keine Chance, denn ein Tunnellblick kann keine Prioritäten setzen, egal wie schnell er ist.
00:09:03: Der Impuls für die nächste hektische Situation.
00:09:06: Bevor du reagierst, bevor du irgendetwas anordnest stelle eine einzige Frage ruhig und laut in den Raum.
00:09:17: Die Frage heißt was ist jetzt das Eine Wichtige?
00:09:22: Nicht die Liste!
00:09:24: Nicht alles was zu tun is' Das Eine.
00:09:29: Diese Frage tut zwei Dinge auf einmal und beide sind entscheidend.
00:09:35: Sie zwingt alle im Raum für einen Moment vom blinden Reagieren zum Denken zu wechseln, weil sie eine echte Antwort verlangt.
00:09:46: Und sie verlangsamt den Raum ohne dass du bremsen oder amahnen musst!
00:09:51: Du bremst nicht mit Tempo und nicht mit Autorität!
00:09:56: Du bremst mit Fokus!
00:09:59: Eine gute Frage ist die eleganteste Bremse, die es gibt!
00:10:09: Und wenn das eine wichtige benannt ist, gibt es einen zweiten Satz der den Raum ordnet.
00:10:16: Was ist denn der nächste kleinste Schritt, wenn du Klarheit willst?
00:10:20: Nicht der Plan!
00:10:22: Nicht die Lösung – nur der nächste kleine Schritt in Richtung des einen wichtigen.
00:10:28: Große Probleme lähmen weil sie zu groß sind um Sie anzufassen.
00:10:34: aber ein kleiner nächster Schritt Ein kleiner nächster Schritt in Richtung Klarheit ist immer machbar.
00:10:40: Und sobald einer getan ist, ist der Tunnel schon ein Stück offener – das eine wichtige!
00:10:47: Dann den nächste kleinste Schritt.
00:10:50: Mehr braucht die erste Minute einer Krise
00:10:53: nicht.".
00:10:57: Der Ausblick
00:11:00: Das nächste Kapitel ich halt grad so an?
00:11:03: Ist was ganz Besonderes.
00:11:05: Ich erzähle ja viel aus meinem eigenen Leben und Erleben Natürlich auch das, was ich wissenschaftlich gelernt habe und was ich gelesen hab.
00:11:15: Was ich trainiert habe in Weiterbildung, in Fortbildung aber vor allen Dingen auch im persönlichen Leben.
00:11:21: Und die nächste Folge bedeutet Wachsen an dem was schief ging.
00:11:26: Meine persönliche Lebensprofessur aus Fehlern und Feedback wird Format.
00:11:32: Ich kann euch sagen da erwartet euch viel Persönliches Und eine persönliche Lebensprofessur ist immer ein Inhalten, ein Reflektieren von dem was hat mich weitergebracht.
00:11:42: Viele positive Dinge in meinem Leben aber ich kann euch verraten am meisten habe ich gelernt aus den Stolpersteinen wieder aufzurichten die Krone wieder gerade zu rücken und dann weiterzugehen.
00:11:53: und da würde ich euch gerne teilhaben lassen und vielleicht erkennt ihr einen oder andere sich sogar darin wider.
00:12:00: Also guten Morgen, schönen Tag oder gute Nacht.
00:12:03: Egal wo ihr seid bleibt einfach dran.
00:12:05: abonniert den Podcast Nerfensache Führung um keine Folge zu verpassen.
00:12:09: das ist wichtig auch damit wir dem podcast weiter machen können Damit Anja eben auch Feedback von euch erhält und damit wir wirklich wissen was euch weiter hilft.
00:12:17: in dem Sinne alles wichtige rundum die Themen Co-Regulation Ja sagen Nein Sagen Triggern Oder auch Verantwortung ganz ohne Härte hört ihr natürlich In dieser Staffel.
00:12:29: Danke Anja!
00:12:30: Gerne, ich freue
00:12:52: mich!
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