06 | Die Stimme der Souveränität: Atem, Pause, Präsenz
Shownotes
Derselbe Satz, zwei Atemlagen. Einmal glaubt man dir, einmal nicht. Diese Folge handelt vom Körper als Führungsinstrument: von Atem, Stimme und Präsenz, und davon, warum die Arbeit an der Stimme immer auch Regulation ist.
In dieser Folge • Warum die Stimme deinen Zustand vor deinem Inhalt verrät • Die Einbahnstraße Atem: warum langes Ausatmen beruhigt • Die Pause als Führungsinstrument, nicht als Loch • Den wichtigen Satz einmal sitzend und ausgeatmet üben
Dein Impuls für diese Woche Sprich den wichtigsten Satz deines nächsten Termins einmal vorher laut. Im Sitzen, nach einem langen Ausatmen. Du hörst den Unterschied sofort, und dein Publikum später auch.
Der Satz, der bleibt Deine Stimme verrät deinen Zustand, bevor dein Inhalt ankommt.
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00:00:01: Es ist soweit, Anja hat ein Buch geschrieben.
00:00:03: Ab dem sechsten, zehnten, sechsundzwanzig ist das bei euch alle Infos in den Shownotes.
00:00:10: Deine Stimme verrät deinen Zustand bevor dein Inhalt ankommt.
00:00:14: ich würde ja sogar sagen Stimme isst Stimmung Das Herz
00:00:18: schlägt bis zum halb schwitzige Hände Die Luft bleibt weg!
00:00:32: Sie bringt die Psychologie in die Führung.
00:00:35: Dahinter steht das Server-Leadership-Modell, weniger Maske mehr Führungen.
00:00:44: Ich hoffe es gefällt euch bisher her.
00:00:47: Wir wollen ja jetzt über die Stimme sprechen und Stimme ist immer wieder Stimmung Und ich freue mich auch eure Stimmen zu hören.
00:00:54: Fühlt euch ermutigt mir Fragen zu stellen Euch zu beteiligen dass wir in Kontakt kommen Und ich glaube, durch eure Impulse und indem wir im Austausch sind können wir weiter wachsen und uns auch gegenseitig unterstützen.
00:01:07: Das macht unwahrscheinlich viel Freude!
00:01:09: Ich hoffe ihr habt sehr viel Freud daran und... Wir schauen mal was bei der Stimme zur Souveränität zu sagen ist?
00:01:19: Wenn wir die Stimme uns angucken und da können Menschen den gleichen Satz sagen mit zwei Atemlagen einmal glaubt man dir und einmal nicht.
00:01:28: Bei den Jugendlichen oder Erwachsenen sah manch mal mein Lieberfreund, so viel unterschiedliche Stimmung und der Satz bleibt dergleiche.
00:01:42: Und diese Folge die wir jetzt hier besprechen handelt unserem Körper als Führungsinstrument.
00:01:48: Wir schauen uns also die Atmung an Die Stimme und die Präsenz und davon warum die Arbeit an der Stimme immer auch Regulation ist.
00:01:58: Und die Stimme sagt eben etwas über deinen Zustand aus vor dem Inhalt.
00:02:04: Der Atem als Einbahnstraße, der zeigt uns unseren Zustand und haben uns noch lange nicht beruhigt auch wenn wir darüber sprechen dass es so sei.
00:02:14: Dass eine Pause ein wichtiges Führungsinstrument ist und nicht als Loch zu sehen ist.
00:02:20: und natürlich das einen wichtigen Satz wenn wir den Sitzend sagen und ausatment anders ist, entstehend und hektisch.
00:02:34: Stellt euch vor es gibt zwei Räume Und in dem einen Raum steht eine Führungskraft die sagt Ich glaube wir schaffen das.
00:02:44: In der ersten Aufnahme hört ihr die Stimme oben Der Atem ist flach Die Wörter kommen schnell und ein bisschen dünn so wie bei mir jetzt.
00:02:55: Man hört die Worte, aber man glaubt sie nicht.
00:02:57: Sie kling auch etwas abgebrochen!
00:03:00: Irgendwas passt nicht zwischen dem was gesagt wird und dem wie es klingt.
00:03:04: Ich glaube wir schaffen das.
00:03:08: Und hier merkt ihr Die Stimme ist getragen Der Satz sitzt und zwar auf einem ruhigen Ausatmen.
00:03:18: Es ist der Raum zwischen den Wörtern.
00:03:21: Keine Eile Gleicher Satz dieselbe Person.
00:03:28: Aber diesmal glaubt man ihm, man würde dieser Stimme folgen.
00:03:35: Und?
00:03:36: Der Unterschied war nicht der Inhalt!
00:03:39: Der Inhalt war identisch – der Unterschied war der Atem und zwar der Atm darunter.
00:03:47: Das ist keine Nebensache.
00:03:49: Das es eines der mächtigsten und am meisten übersehenden Führungsinstrumente überhaupt.
00:03:56: Stimme ist Stimmung.
00:04:01: Die Resonanz.
00:04:03: Wir denken über Kommunikation fast immer in Worten.
00:04:06: Welche Botschaft, welche Argumente, welche Formulierung, welches Framing?
00:04:13: und dabei übersehen wir das Instrument auf dem all diese Worte gespielt werden – dem Körper die Stimme den Atem Das Tempo Die Präsenz.
00:04:27: Man kann die klügste Partitur haben und sie so spielen Und trotzdem hört niemand zu.
00:04:37: Deine Stimme verrät deinen Zustand, bevor dein Inhalt ankommt.
00:04:42: Menschen hören in Sekunden oft in Bruchteilen ob jemand aus Ruhe spricht oder aus Anspannung.
00:04:50: Sie können es meist nicht benennen aber sie spüren es und sie richten ihr Vertrauen unbewusst danach aus.
00:04:58: Eine gehetzte Stimme kann den klügsten Inhalt entwerten.
00:05:02: eine ruhige getragene Stimme Kann einem ganz einfachen Satz Gewicht und Glaubwürdigkeit geben.
00:05:11: Das ist zunächst unbequem, weil das heißt dass du nicht einfach den Text optimieren kannst aber es ist am Ende die schönste Nachricht dieser ganzen Staffel Denn der Körper ist das eine Instrument, das du immer bei dir hast Und an dem du wirklich verlässlich arbeiten kannst Nicht über Nacht Aber Stück für Stück.
00:05:34: Und Es bleibt Und es gibt hier einen schönen Kurzschluss zu allem Vorherrigen.
00:05:41: Wenn du deinen Atem beruhigst, beruigst Du nicht nur deine Stimme!
00:05:47: Du beruhigs dein ganzes System, Deinen Zustand und damit den ganzen Raum.
00:05:53: Die Arbeit an der Stimme ist also nie nur kosmetisch.
00:05:58: Sie isst zugleich Regulation!
00:06:01: Du klingst souveräne weil du souveräner wirst im denselben Atemzug Und natürlich gibt es dazu wieder leises Wissen.
00:06:16: Es gibt eine direkte Verbindung zwischen deinem Atem und deinem inneren Zustand, und sie ist eine Straße die in beiden Richtungen befahrbar ist.
00:06:26: Anspannung macht den Atem flach – und schnell – und hoch!
00:06:32: Aber es geht auch umgekehrt ein bewusster langsamer tiefer Atemberuhigter System.
00:06:39: Der Körper schließt vom Atem auf die Lage.
00:06:42: Ruhiger Atem heißt für ihn, es ist sicher!
00:06:48: Der Schlüssel ist das Ausatmen und dahinter steckt eine feine Mechanik.
00:06:53: Beim Einatmen beschleunigt sich dein Herzschlag ein wenig – beim Ausatman verlangsamt er sich.
00:07:01: Wenn du also länger ausatmest als du einatmst sagst du deinem Körper auf der körperlichsten Ebene die es gibt Vorunter, es ist gut.
00:07:12: Der beruhigende Ast deines Nervensystems, der über den Vargus läuft wird beim langsam ausatmen aktiver und eine Stimme die auf so einem Ausatm sitzt klingt anders tiefer langsamer getragener und glaubwürdiger.
00:07:33: Menschen, die auf der Bühne oder vor der Kamera arbeiten wissen das oft oft ohne die Physiologie zu kennen.
00:07:41: Sie füllen einen Satz nicht mit Lautstärke, sondern mit Atem und mit Pausen.
00:07:48: Die Pause ist dabei kein Loch – sie ist ein Instrument!
00:07:52: In der Pause landet was du gerade gesagt hast.
00:07:56: Wer keine Pausend macht gibt seinen Worten keine Zeit anzukommen.
00:08:02: Und das ist keine Kunst nur für Schauspieler oder Redner.
00:08:06: Es ist eine Fähigkeit für jeden der Wille dass seine Worte tragen für das schwierige Gespräch, für die Ansage ans Team.
00:08:16: Für den einen Satz auf den es ankommt.
00:08:37: Der Vargus-Nerv ist genau diese Bremse.
00:08:40: Er gehört zum sogenannten Parasympathikus, dem Teil des Nervensystems der für Ruhe, Erholung und Verdauung zuständig sind.
00:08:47: Dieser Nerv steht sogar in ständigem Austausch mit den Bakterien in unserem Darm.
00:08:52: Chronischer Stress bringt dieses Zusammenspiel durcheinander – das kann psychische aber auch Stoffwechsel und Immunprobleme begünstigen!
00:08:59: Die Botschaft dahinter?
00:09:00: Unser Bauchgefühl ist wörtlicher gemeint als man denkt….
00:09:03: Quelle Integrative New-Year Immun Role of the Parasympathic Nervous System, Vargus nerve and gut Microbiota in Stress Modulation.
00:09:12: Dezember zwanzig umundzwanzig aus dem Englischen frei übersetzt ins Deutsche von uns!
00:09:18: Der Impuls.
00:09:20: Gerne möchte ich euch einen Impuls dafür mitgeben.
00:09:23: Vor deinem nächsten wichtigen Satz Dem Einen Auf den es wirklich ankommt Sprichst du ihn einmal pro Beweise Aber anders als sonst.
00:09:35: Du setzt dich hin, du atmest einmal ruhig und lang aus.
00:09:41: Und auf diesem Ausatm sprichst du den Satz langsam mit Raum zwischen den Wörtern ohne zu drängen!
00:09:51: Du wirst hören wie sich der selbe Satz verändert.
00:09:55: er wird schwerer im guten Sinn ruhiger sicherer und das Verrückte ist dein System merkt sich dass Wenn du den Satz später wirklich sagst, ist etwas von dieser Ruhe noch da.
00:10:11: Wie eine Spur!
00:10:14: Und wenn du das für dich noch vertiefen willst – wenn du deine Stimme als Resonanzraum nutzen möchtest – dann über eine zweite unscheinbare Sache die Pause vor dem wichtigen Satz nicht gleich los sprechen, wenn du dran bist?
00:10:31: Einmal ausatmen, kurz stille Dann der Satz.
00:10:38: Diese Pause fühlt sich für dich ewig an und ist für die anderen aber nur ein Moment, aber sie tut zwei Dinge – Sie beruhigt Dich!
00:10:50: Und sie zieht die Aufmerksamkeit des Raums auf das was jetzt kommt.
00:10:57: Wer eine Sekunde schweigt bevor er das Wichtige sagt wird gehört.
00:11:04: Einmal sitzend einmal ausgeatmet Einmal mit Pause, bevor es zählt.
00:11:16: Der Ausblick
00:11:17: Ja ich freue mich wenn du sagst so munter dazu sprechen.
00:11:21: das ist eines der schwerwiegsten Erfahrungen die ich machen durfte und zwar geht es darum um Grenzen zu setzen und mit Grenzen führen.
00:11:31: Wir haben ja oft so die Amutigungen für Führungskräfte.
00:11:34: Wir müssen doch alles können und auch die Erwartungen an uns, manchmal ist es ja auch so dass wir uns wirklich auch anstrengen und trotzdem klappt das nicht!
00:11:43: Und wir kriegen auch die Verantwortung von deinem Team und das musst du doch hinkriegen oder bist verantwortlich.
00:11:48: Darin aber auch zu lernen, dass es gewisse Grenzen gibt für Fährungskrifte, ermutigen können.
00:11:56: Nicht genug bestärken, manchmal auch nicht genug sozusagen kritisieren wie immer positiv oder auch ermutigend und wir lernen darin dass manche Dinge durch andere entschieden werden und nicht durch uns obwohl wir die Gesamtverantwortung haben.
00:12:11: das sind ganz spannende folge.
00:12:12: auf der einen seite aber für mich ganz berührend weil ich das natürlich auch gelernt habe in meinem team und auch so den anspruch hab als sportlerin das muss doch über die zielinie bringen.
00:12:24: Du kannst aber nur in einem Boot sitzen mit Menschen, die in diesem Boot sein wollen.
00:12:30: Wenn jemand lieber daneben schwimmt oder lieber zuschaut oder ein anderes Boot besetzen will dann kannst du es nicht ändern.
00:12:38: und das sind spannende Grenzen über die wir uns austauschen können.
00:12:42: und auch welche Impulses davon mir gibt freue ich mich schon drauf euch wieder zu begleiten!
00:12:57: Na, schon mal ins Buch geblättert?
00:12:59: Jetzt Nervensacheführung online bestellen oder direkt über Anjas Homepage.
00:13:04: Einfach mal in die Shownotes schauen.
00:13:06: da haben wir die Infos für euch zusammengestellt.
00:13:08: Viel Spaß beim Lesen!
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